In der Käthe-Kruse-Grundschule hat das Theaterspielen eine Tradition. In jedem Jahr üben die 3. Klassen ein aufwändiges Theaterstück ein, mit dem sie die neuen Schulanfänger bei der Einschulung begrüßen. Die Turnhalle wird in ein Theater mit Zuschauerplätzen und Bühnenfläche mit Kulisse verwandelt. Mehrfach wurden Kinderbücher in Theaterstücke umgeschrieben. Manchmal sind einige Kinder Schauspieler, andere Vorleser und andere bilden das Orchester. Am Montag nach der Einschulung dürfen dann alle Klassen kommen, um das neue Theaterstück zu sehen.

Seit dem Schuljahr 2017-2018 betreut die Theaterpädagogin Frau Mlynek zwei Arbeitsgemeinschaften "Theater". Beide Gruppen, Kinder der 3.+4. Klasse und der 5.+6. Klasse, erarbeiten ein wundervolles Theaterstück und führen es dann gegen Ende des Schuljahres auf.

Im Sommer 2013 fand ein großes Theaterprojekt in der Schule statt:

„Wo Fuchur mit der Käthe tanzt“ – „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende zog  in die Käthe-Kruse-Grundschule ein.

Alle Schülerinnen und Schüler arbeiteten in einem Projekt unter der Leitung von Nadja Raszewski, den Lehrerinnen und Lehrern, weiteren Theater- und Tanzpädagoginnen und -Pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UdK und einigen Schülerinnen und Schülern des Beethoven-Gymnasiums zu einzelnen Themen aus der „Unendlichen Geschichte“ wie Glück, Traurigkeit, Phantasie und Lüge. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern bearbeiteten die Kinder die jeweiligen Themen, sie mit ihren Lebenssituationen in Verbindung brachten und sie dann sowohl szenisch als auch tänzerisch umsetzten. Am Ende des Projektes stand ein phantastisches Ergebnis, das in vier Aufführungen präsentiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler waren die Kunstschaffenden, da sie die Szenen über Improvisationen selbst entwickelt und auch Bühnenbilder und Requisiten hergestellt haben.

Alle Räume der Schule und der Hof wurden bespielt. Es gab einen Rundgang durch das Theaterstück „Wo Fuchur mit der Käthe tanzt“:

In den Eingängen: Einstieg in „Unsere unendliche Geschichte“

Treppenaufgänge: Kontraste: Perelin, der Nachtwald - Goab, die Wüste der Farben - Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren.Warum muss ich sterben, wenn die Nacht hereinbricht“, fragte der Löwe. „Damit die Wüste der Farben, Perelin, der Nachtwald, wachsen kann.“ Darstellung durch beide 4. und 5. Klassen.

Flur 1. Stock: Phantasie oder Lüge: Die Grenzen zwischen Phantásien und Menschenwelt verschwinden. Der Werwolf erklärt: „Wenn die Phantásier ins Nichts hineinspringen, werden sie in der Menschenwelt zur Lüge.Darstellung durch beide 6. Klassen.

Flur 2. Stock: Die drei magischen Tore: Die Stimme der StilleAtréju gelangt nach den drei Toren in eine Halle, die einem riesigen griechischen Säulentempel ähnelt. Hier existiert die Uyulala als körperlose Stimme, die nur in Reimen redet und auch nur Reime versteht.Installation

Mehrzweckraum: Ygramul, die Viele: Die Korbstadt Das Individuum ist nur Teil eines Ganzen. Installation

Schulhof: Fuchur der GlücksdracheÜbrigens, mein Name ist Fuchur“, sagte der Drache. „Gut“, sagte Atréju, „aber während wir reden, verrinnt die wenige Zeit, die uns noch bleibt. Ich muss etwas tun. Aber was?“ „Glück haben“, antwortete Fuchur, „was sonst?Darstellung durch Klasse 3b.

Bergwerk der BilderGanz Phantásien steht auf dem Fundament aus vergessenen Träumen“. Darstellung durch Klasse 1/2 d.

Die alte KaiserstadtWenn du einmal nachdenkst“, sagte der Affe zu Bastian, „dann musst du zugeben, dass alle Geschichten der Welt im Grunde nur aus sechsundzwanzig Buchstaben bestehen. Aus den Buchstaben werden Wörter gebildet, Sätze, Kapitel und aus den Kapiteln Geschichten.Darstellung durch die Klasse 3a.

Turnhalle: Entscheidungen: Tausend Türen Eine Tür kann ein Eingang, ein Durchgang, ein Übergang und ein Ausgang sein. Wie entsteht ein Wunsch? Und ab wann wird aus dem ersten Gedanken eine Entscheidung für einen Weg, den man gehen möchte oder eine Handlung mit Konsequenzen? Darstellung durch die Klasse 1/2b.

Tu was du willst Bastian blickte lange die beiden Schlangen an, die helle und die dunkle, die einander in den Schwanz bissen und ein Oval bildeten. Dann drehte er das Medaillon um und fand eine Inschrift: „Tu was du willst.“ Darstellung durch die Klassen 1/2a, 1/2c und 1e.

 

Mitwirkende

Projektleitung / Organisation Käthe-Kruse-Grundschule: Gabriele Pape, Stefanie Petersson

Künsterische Leitung / Projektleitung TanzTangente: Nadja Raszewski

Organisation TanzTangente: Daniela Grosset

Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen der Käthe-Kruse-Grundschule

alle Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kruse-Grundschule

Mitwirkende Künstler: Aloisio Avaz, Katja Böhm, Lidia Cangiano, Nazli Cevik, Mirjam Fichtel, Johanna Jörns, Sunja Lee, Selina Menzel, Kalle Mille, Camilla Przystawski, Selma Scheele, Johannes Schuchardt, Katja Tannert, Christina Wüstenhagen, Carmela Miranelli

Assistenz: Hannah Fusban, Lea Dietrich, Nathalie Rosenbaum, Ronja Glesczynski, Whaitera Schreyeck

Kostüme und Bühnenbild: Jenny Wjertzoch, Sabrina Linda Winkler

Film und Dokumentation: Sushma Gütter

Erzählerin: Suse Weisse

Beethoven-Gymnasium: Kurs Darstellendes Spiel, Friederike Ribbe

 

Das Projekt wurde gefördert durch den Berliner Projektfonds